Wenn das Kaufhaus zu den Kunden kommt: Witt Weiden war zu Gast im Haus Siloah

Mit einem "mobilen Kaufhaus" war die Firma Witt Weiden am 23. Oktober 2018 erstmals zu Gast im Haus Siloah. Rund 25 Bewohnerinnen und Bewohner nutzten die Gelegenheit, einen Nachmittag lang die Auswahl aus dem Bekleidungs-Sortiment anzuschauen und bei Bedarf anzuprobieren. Der Kauf vor Ort war ebenso möglich wie die Bestellung aus dem Katalog. Zwei Verkäuferinnen, die speziell für das mobile Kaufhaus zuständig sind, berieten die Seniorinnen und Senioren bei der Auswahl.

Den Bedarf der Bewohnerschaft hatten die Mitarbeitenden der Sozialen Betreuung im Haus Siloah zuvor ermittelt und entsprechend eine Auswahl aus Wäsche, Strümpfen, Oberbekleidung, Accessoires, Schuhe und Hausschuhen zusammengestellt. Beate Quell, Leiterin der Betreuung, erzählt: „Normalerweise gehen wir mit unseren Bewohnern ins Städtle in die Filiale von Witt Weiden. Den Bewohnern hat es gut gefallen, diesmal vor Ort bleiben zu können. Sie genossen den Nachmittag und gönnten sich während oder nach dem Einkauf noch eine Tasse Kaffee und leckeren Kuchen, den unsere Hauswirtschaftsleitung Frau Engler vorbereitet hatte.“

Der Nachmittag im mobilen Kaufhaus kam auf Anfrage der Firma Witt Weiden zustande, die 2018 ihr 111-jähriges Bestehen feiert und deshalb besondere Bedingungen anbot: 11,1 % Einkaufsrabatt und eine Spende in Höhe von 111 Euro für das Haus Siloah. „Das Jubiläumsangebot hat für uns gut gepasst, denn wir feiern ja in diesem Jahr unser 25-jähriges Jubiläum", so Beate Quell.

 

Gemeinsam das Leben feiern! Das Haus Siloah besteht seit 25 Jahren

In diesem Jahr begeht das Haus Siloah sein 25-jähriges Jubiläum. Das ganze Jahr über finden dazu verschiedene Veranstaltungen und Aktionen statt, die gemeinsam mit Bewohnern und Bewohnerinnen, deren Angehörigen und den Mitarbeitenden gestaltet werden. Höhepunkt des Jahres war eine Festwoche vom 9. bis 13. Juli 2018 (Berichte und Fotos siehe unten).

Ein großes Banner an der Fassade des Hauses macht seit dem Jahresanfang auf das Jubiläum aufmerksam, großformatige Plakate weisen auf Veranstaltungen hin. Als süßes Präsent verteilt das Haus Siloah Jubiläums-Schokotäfelchen mit einem Bild des Pflegeheims.

Einrichtungsleiter Hartmut Cech: „Das Haus Siloah ist mehr als ein Pflegeheim. Wir bieten Menschen im Alter eine Heimat, begleiten und unterstützen sie. Wir füllen gemeinsam mit ihnen die Tage mit Leben. Das tun wir nun bereits seit 25 Jahren. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!"

Die Tagespflege im Haus Siloah besteht ebenfalls seit 25 Jahren. „Anfangs wurde die Tagespflege nur tageweise angeboten. Seit rund vier Jahren sind wir von Montag bis Freitag von 10-17 Uhr für unsere Gäste da. Die Tagespflege kommt nicht nur den Gästen zugute, sondern auch den pflegenden Angehörigen, die dadurch eine Entlastung erfahren“, so Hartmut Cech.

Offizieller Empfang läutete die Jubiläums- Festwoche ein

Die Jubiläums-Festwoche wurde am 9. Juli 2018 mit einem offiziellen Empfang eingeläutet, an dem die Bewohner, viele Mitarbeitende, Gäste der Tagespflege, ehrenamtliche Helfer sowie Lieferanten und Geschäftspartner teilnahmen.

Einrichtungsleiter Hartmut Cech verglich in seiner Begrüßung die Jubiläumsfeierlichkeiten im Haus Siloah mit der biblischen Hochzeit zu Kana, bei der Jesus Wasser in Wein verwandelte. Damit habe Jesus selbst ein Zeichen für die Lebensfreude gesetzt und dafür gesorgt, dass die Feier andauern konnte – so wie das 25-jähige Bestehen des Pflegeheims auch nicht nur heute gefeiert werde, sondern eine ganze Woche lang, getreu dem Motto „gemeinsam das Leben feiern“.

Foto: Steffe

Ewald Dengler, Vorstand der Evangelischen Stadtmission Freiburg,  blickte in seiner Ansprache zurück in die Geschichte des Hauses Siloah. Alles begann mit einem Provisorium: „Die Stadtmission musste Anfang der 80er-Jahre ihr Pflegeheim in Freiburg umbauen und für zehn Bewohner ein Ausweichquartier suchen. Die Evangelische Kirche hatte zu dieser Zeit ein ganzes Sanatorium in der Thürachstrasse in Bad Krozingen leer stehen und war sehr dankbar, dass wir dieses Haus anmieteten“, erinnert sich Dengler.  Da das Gebäude jedoch bald nicht mehr den baulichen und brandschutztechnischen Anforderungen für ein Pflegeheim entsprach, wurde das neue Haus Siloah am heutigen Standort gebaut und im Januar 1993 in Betrieb genommen - als eine der modernsten Pflegeeinrichtungen im Landkreis und eine der ersten, die zusätzlich eine Tagespflege anbot. „Ich kann mich noch gut an den beeindruckenden Umzug vom alten ins neue Haus erinnern. Zwei Tage vor Jahreswechsel, bei Winterkälte, aber strahlendem Sonnenschein. Singend, zu Fuß, im Rollstuhl und liegend hat sich der Zug in Richtung neue Heimat in Bewegung gesetzt“, so Dengler.

Foto: Steffe

Bürgermeister Volker Kieber lobte die Weitsicht seiner Amtsvorgänger, die das Projekt „Haus Siloah“ damals unterstützten. „Wir sind froh, dass wir das Haus Siloah und die anderen Einrichtungen der Stadtmission in Bad Krozingen haben – sie sind sehr wichtig für den Gesundheitsstandort.“ Als größte Herausforderung für die Zukunft bezeichnete er die Suche nach Fachkräften für die Pflege sowie die Ausbildung. „Da müssen wir auch über die Grenze zu unseren Nachbarn schauen – in Frankreich liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 25 Prozent.“ Als Jubiläumsgeschenk der Stadt brachte Kieber einen Scheck über 250 Euro mit. Er sei dazu gedacht, den Bewohnern eine Freude zu machen, etwa mit einem schönen Konzert.

Pfarrer Andreas Guthmann, Leiter der Evangelischen Kurseelsorge Bad Krozingen, verglich die Arbeit des Hauses Siloah, angelehnt an einen biblischen Psalm, mit einem Baum: „Wer in Gott wurzelt, steht sicher und auf festem Grund. Er dient dazu, andere Menschen zu schützen, ihnen in der Not beizustehen und ihnen Freude zu schenken.“ Folgerichtig brachten er und Pastoralreferent Michael Mayr dem Haus Siloah einen Ölbaum mit, der „beim nächsten Jubiläum vielleicht schon Früchte trägt“.

Mit Werken von Edvard Grieg und Felix Mendelssohn sorgte Pianist Wolfgang Tzschoppe für den musikalischen Rahmen des Empfangs.

Im Anschluss an den offiziellen Empfang freuten sich alle Gäste über das gemeinsame Mittagessen. Als süßes Präsent verteilte das Haus Siloah Jubiläums-Schokotäfelchen mit einem Bild des Pflegeheims.

Foto: Steffe

Die Jubiläumswoche wurde mit verschiedenen Veranstaltungen für Bewohner, Mitarbeitende und Angehörige fortgesetzt und endete am 13. Juli mit einem Festgottesdienst.

Foto: Steffe

Eindrücke aus der Festwoche - Bilder von Elisabeth Steffe

Weihnachtslieder mit der Jugendmusikschule

20 Kinder der Jugendmusikschule südlicher Breisgau spielten am 14. Dezember 2017 begeistert Weihnachtslieder im Haus Siloah.

Erntedank-Altar im Haus Siloah

Heimbeirat im Haus Siloah neu gewählt

Im Juni 2017 wurde im Seniorenpflegeheim Haus Siloah der Heimbeirat neu gewählt.

Der Beirat setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen: Mit dabei sind drei Bewohnerinnen Rosemarie Ruch (Vorsitzende), Astrid Zillmer und Gertrud Faißt, die erstmals in den Beirat gewählt wurde. Dazu kommen die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Friedrich Bronner - ebenfalls ein Neuling - und Waldemar Lederle als externe Mitglieder, so genannte „Heimfürsprecher“.

Dem erweiterten Beirat gehören außerdem die Bewohner/innen Marcus Stiehl und Anneliese Stengel sowie die Heimfürsprecher/innen Günter Stein, Manfred Breisacher und Christel Wernet an.

Der Heimbeirat wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern alle zwei Jahre gewählt und vertritt deren Belange gegenüber der Heimleitung und dem Träger. In das Gremium können nicht nur Bewohner gewählt werden, sondern auch Angehörige, gesetzliche Betreuer sowie ehrenamtlich im Heim engagierte Menschen.

Die Heimbeiratsmitglieder von links nach rechts:

Vordere Reihe: Marcus Stiehl, Astrid Zillmer, Anneliese Stengel, Rosemarie Ruch (Vorsitzende), Gertrud Faißt

Hintere Reihe: Manfred Breisacher, Christel Wernet, Friedrich Bronner, Waldemar Lederle

Günter Stein fehlt auf dem Foto.